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Das eine oder andere Mal muß ein fast fertiges
Bild ruhen bis es irgendwann gereift oder doch nur schlichtweg
gestorben ist. Dann dient es aber immer noch als Nährboden
für weitere Arbeiten. Ein Künstler ist also
niemals so ganz Herr über seine Taten,. Der Malprozeß
gerät ständig zu einem ewigen Vorgang des
Aufbauens, Zerstörens und wieder Erneuerns, solange
bis endlich und zuletzt des Bild selbst „weiß“
worauf es eigentlich hinaus will und somit eine neue
Bildrealität entstanden ist.
Christian Böttger, ein Malerkollege sagte einmal.“
Ich liebe geradezu ihre Farbe, das mediterrane oder
besser atlantische Blau, die ganze prachtvolle Sommerpalette,
die stets mit großer Sorgfalt erarbeiteten und
niemals vordergründig abbildhaften Kompositionen.
Es gibt ja überhaupt gar nichts Verdunkeltes oder
willkürlich hineingenebeltes in diese Bilder, in
denen die Harmonie so wichtig ist, und dies nicht etwa
als Ausdruck einer „heilen Welt“ sondern
ich behaupte als „Lebensprinzip“.
Es geht um das Sichtbarmachen des Vorhandenen. Sichtbar
machen des Vorhandenen.......Ist das Vorhandene mit
dem wir es täglich zu tun haben und mit dem wir
täglich umgehen an sich so wenig präsent und
gegenwärtig, dass man es erst sichtbar machen muß
?
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